Wohnschule

Ein Kooperationsprojekt des WQ4-Vereins

mit dem Keywork e.V. und der Melanchthon-Akademie Köln

Die Wohnschule ist ein vielfältiges und wachsendes Bildungs- und Lernprogramm rund um das hoch komplexe und vielschichtige Themenfeld „Wohnen, Leben und Arbeiten im Quartier“. Das Spektrum der Angebote reicht von Kreativ-Workshops und Seminaren über Exkursionen und Modellprojekte bis hin zu Vorträgen, Fachtagungen und Fortbildungen für Multiplikator*innen. In allen Programmen geht es um die Sensibilisierung für die Herausforderungen des demografischen und gesellschaftlichen Wandels und des Klimawandels, um die Aktivierung von Bewohnerinnen und Bewohnern, den Aufbau von Netzwerken und vor allem um die Förderung von Selbsthilfe und Selbstorganisation.
Die Wohnschule orientiert sich am Handlungskonzept von Keywork4 (1). Dieses steht für: Nachhaltigkeit und Partizipation, ein Miteinander auf Augenhöhe, einen neuen Profi-Laien-Mix, Prozessorientierung, Projektarbeit, die Entwicklung neuer Verantwortungsrollen für freiwillige und für hauptamtliche Kräfte, Experimente mit neuen Lernformen, eine transdisziplinäre Zusammenarbeit, die Entdeckung neuer Lernorte und den Aufbau neuer Kooperationsformen.

 

(1): Keywork4 – Ein Konzept zur Förderung von Partizipation und Selbstorganisation in der Kultur-, Bildungs- und Sozialarbeit, hrsg. von Reinhold Knopp/Karin Nell, Bielefeld 2014.

Wohnschule in Düsseldorf
Vorschau auf das Programm 2020/2021:

 

Das Programm startet – sofern es die Corona-Bestimmungen zulassen – im Herbst 2020. Alle Programme können auch als Inhouse-Schulungen für Einrichtungen und Gruppen gebucht werden.

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Uscha Urbainski, Corinna Bernshaus, N.N.

MachBar –

Eine Auseinandersetzung

Spätestens seit der Corona-Krise wissen wir, dass sich unser Leben und unser Stadtteilleben nach der Pandemie  ändern werden und ändern müssen. Der Ausnahmezustand hat unseren Blick auf Hardware und Software des Wohnumfeldes geschärft. Wir haben viel Vertrautes vermisst, Lücken entdeckt und Brüche wahrgenommen. Aber wir haben auch gesehen, was (wieder) möglich ist und was (wieder) geht! Viele von uns haben unter den Quarantänebedingungen die Chance genutzt  –  sich in ihrem Leben und in ihrem Stadtteilleben neu zu entdecken und neu zu erfinden.  Die MachBar – ein erprobtes Format der Kunstschule Werksetzen – lädt Menschen aus der Nachbarschaft zu einer kreativen Auseinandersetzung mit dem Quartier und seiner Zukunft ein. Was geht nach Corona? Was geht nicht mehr? Was ist zu tun?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Christiane Grabe, N.N.

Das Quartier als Gemeinschaftsraum

Sie sind oft global und auch in virtuellen Welten unterwegs – und dennoch oder gerade deshalb  lieben viele Menschen ihr nachbarschaftliches Umfeld und ihr Quartier. Im kleinen Radius fühlen sie sich zu Hause, hier nehmen sie an sozialen und kulturellen Aktivitäten teil, hier begegnen sie Menschen aller Generationen, Kulturen und Milieus. Das Quartier ist ihr Gemeinschaftsraum – ihn können und wollen sie gestalten und mit Leben erfüllen. Das Quartier kann zum Atelier, zum Labor und zur Werkstatt werden, es kann Wohnzimmer, Bühne oder Flaniergebiet sein. Im Workshop wird das nachbarschaftliche Umfeld unter die Lupe genommen: Wo ist was möglich? Wie sieht es hier mit der Nachbarschaftskultur aus? Was bewegt uns? Und: Was wollen wir hier bewegen? (Konzeptentwicklung: Christiane Grabe)

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Gila Becker, Bernd Plöger

Making Heimat -
Ein Kreativprogramm der BürgerWerkstatt

Die BürgerWerkstatt ist ein Experimentier-und Lern-Format im Überschneidungsbereich von Theater, Tanz und Performance und innovativer Quartiersarbeit. Es inspiriert und ermutigt zu einer  kritisch- kreativen Auseinandersetzung mit der Stadt, dem Stadtteil und dem nachbarschaftlichen Umfeld, in dem wir wohnen, leben und arbeiten. Wie sieht unsere Umgebung bei näherem Hinschauen und Hinhören aus? Wie fühlt sich unser Stadtteilleben an? Wie ticken unsere Nachbarschaft und unser Quartier? Was inspiriert uns hier? Was stört? Was fehlt? Was erwartet unser Stadtteil von seiner Bewohnerschaft? Was bewegt uns? Was wollen wir bewegen?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Karin Nell, Uscha Urbainski

Wohnen mit leichtem Gepäck

Im Laufe unseres Lebens häufen sich bei uns persönliche Wertsachen an: Möbel, Bücher und Geschirr, besondere Erinnerungsstücke, Geschenke, an denen unser Herz hängt und von denen wir uns nicht trennen wollen oder können. Oft werden diese Dinge zu Ballast. Vor allem dann, wenn wir in eine kleinere Wohnung umziehen oder den Haushalt unserer Eltern auflösen müssen. Ratlos und - nicht selten überfordert –  stehen wir unserer „Belastung“ gegenüber. In dem Workshop wird der Sammelleidenschaft auf den Grund gegangen. Wann wurden Dinge zu Herzenssachen? Welche Erinnerungen sind daran geknüpft? Was hat die Dinge mit Emotionen aufgeladen?  Was brauchen wir wirklich? Und: Wie können wir uns - mit gutem Gefühl – von unnötigem Ballast trennen?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Karin Nell

Die Kunst, alleine zu wohnen

Immer mehr Menschen interessieren sich für neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens. Sie besuchen Seminare, besichtigen Modellprojekte und engagieren sich für den Aufbau von Wohnprojekten und die Gründung von Mehrgenerationenhäusern. Nicht nur in Großstädten auch auf dem Land wächst das Interesse an Modellen, die gemeinsames Wohnen und Arbeiten möglich machen. Bei der Suche wird vielen bewusst, was es bedeutet, (wieder) in Gemeinschaften zu leben und Verantwortung für das Miteinander zu übernehmen. Manche/r erkennt, dass das Alleine-Leben eine attraktive Alternative zu einem Wohnprojekt darstellt. Was aber muss man tun, um  unabhängig,  selbstbestimmt und mit Freude in der eigenen Wohnung leben zu können und sich gleichzeitig -  als Teil einer Gemeinschaft - zugehörig und gut aufgehoben zu fühlen? Wie kann es gelingen, sich in Nachbarschaft und  Wohnumfeld wohl zu fühlen und sozialen und kulturellen Leben gestaltend teil zu haben?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Uscha Urbainski, N.N.

PlatzDa! Reloaded -
Kreativ-Workshop zur (Rück-)Eroberung des öffentlichen Raumes

Im Rahmen des  Programms PlatzDa! – 2002 initiiert vom Stadtplanungsamt der Stadt –  wurden die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger zu einem neuen Blick auf den öffentlichen Raum angestiftet. Mit vielen kleinen und großen Aktionen haben sie die Gestaltungsmöglichkeiten auf Plätzen, in Parks und Hinterhöfen der Stadt ausgelotet.  Unterstützt von ExpertInnen aus der Kunst, der Musik, der sozialen Arbeit und der Bildungsarbeit haben Einzelpersonen und Gruppen Ideen für die Belebung von Plätzen und Parks entwickelt und umgesetzt. Viele dieser Projekte wirken bis heute nach.
Der Kreativ-Workshops knüpft an die Erfahrungen mit den PlatzDa!-Aktionen an. Im Mittelpunkt steht jeweils ein ausgewählter Platz in Quartier und Nachbarschaft. Was ist hier los? Was könnte hier initiiert werden? Welche Ideen haben die Menschen aus der Nachbarschaft für das Bespielen und die Belebung des Platzes? Was fangen sie hier wann mit wem an?

24. Oktober 2020

10 - 17 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Uscha Urbainski, Jörg Alvermann, Reinhold Knopp

Anders leben, anders arbeiten, anders wohnen
(ursprünglicher Titel: Brauchen wir eine Wohn-Wende?) Kreativ-Workshop

In Stadt und Land zeichnen sich die Auswirkungen, die der demografische und der gesellschaftliche Wandel mit sich bringen, inzwischen immer deutlicher ab. Hierbei – und auch im Zuge der weltweiten Diskussion um  Klimaschutz  und Nachhaltigkeit –  gerät das Thema „Wohnen und Wohnumfeld“ zunehmend in den Fokus des Interesses. Nicht nur Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Klimaforschung, der Stadtplanung, der Sozial- und Gesundheitswissenschaften, sondern auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger beschäftigen sich mit Zukunftsfragen zum Wohnen, Leben und Arbeiten im Quartier. Wird es genügend (angemessenen und bezahlbaren) Wohn- und Arbeitsraum geben? Wieviel Verdichtung verträgt eine Stadt bzw. ein nachbarschaftliches Umfeld? Wie sieht es mit der Energie- und Wasserversorgung aus? Wieviel Wohnfläche können wir uns überhaupt (noch) leisten? Brauchen wir neue Wohn- und Lebensformen? Der Workshop bietet einen kreativen Einstieg in das komplexe Themenfeld.

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Uscha Urbainski, N.N.

Wieviel Platz braucht der Mensch?

In den Medien nehmen die Themen „Städtebauliche Verdichtung“ und  „Bezahlbarer Wohnraum“ immer mehr Raum ein. Während auf der einen Seite – nicht nur in den Städten sondern auch im ländlichen Raum –  hochpreisige Wohnungen und Häuser gebaut und und auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden, wird auf der anderen Seite der Mangel an bezahlbarem Wohnraum beklagt.  Menschen aller Generationen fragen sich, ob sie ihre Mieten in Zukunft überhaupt noch bezahlen können. Vor allem ältere Menschen fürchten, umziehen und ihr vertrautes nachbarschaftliches Umfeld verlassen zu müssen. Parallel zur  Diskussion um den Verlust bezahlbaren Wohnraums wird die Frage nach dem Wohnbedarf aufgeworfen. Wieviel Wohnraum brauchen wir überhaupt? Haben wir genügend Platz – für uns allein,  in  unserem privaten Wohnbereich, aber auch für ein attraktives Gemeinschaftsleben in unserer Nachbarschaft und in unserem Wohnumfeld?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Gabriele Winter (Deutsche Gesellschaft für Coaching)

Wohn-Coaching

Die Suche nach der geeigneten Wohnform ist häufig alles andere als ein Kinderspiel. Das gilt für Menschen aller Generationen. Wer sich und seine Bedürfnisse, Vorlieben und Gewohnheiten gut kennt, kann sich bei dem nahezu unübersichtlichen Angebot an Wohnalternativen besser entscheiden. Die Erfahrung zeigt: Eltern, Freund*innen oder Kinder sind oft nicht die geeigneten Gesprächspartner*innen, wenn es um die Auseinandersetzung mit den eigenen Wohnträumen geht oder weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssen. Die Wohnschule bietet Singles und Paaren die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Coachings Klarheit zu verschaffen und persönliche Fragen zu klären: Wie will ich in Zukunft leben? Welche Wohnform passt zu meiner angestrebten Lebensform? Was erwarte ich? Was kann und will ich mir leisten? Wen muss  ich in meine Planungen mit einbeziehen? Auf wen oder was muss ich Rücksicht nehmen?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

Kunstschule Werksetzen  

Bagelstraße 117, Düsseldorf-Pempelfort

Leitung: Karin Nell, Christa Stelling

Wohnen für Fortgeschrittene (Teil 1)

Wie will ich leben und wohnen, wenn ich älter bin?
Wer sich vertiefend mit dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“ auseinandersetzt, wird mit vielen Lebensthemen und vielen Lebensfragen konfrontiert. Wo und mit wem möchte ich mein Alter verbringen? Was kann ich tun, um meine Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten? Wie muss mein nachbarschaftliches Umfeld gestaltet sein, damit ich bis ins hohe Alter am sozialen und kulturellen Leben teilhaben und aktiv mitwirken kann? Welche Wohnform kommt für mich infrage? Kann man lernen, alleine zu wohnen?

24. Oktober 2020

11 - 16 Uhr

siehe Exkursionsplan

Leitung: Christa Stelling

Wohnen für Fortgeschrittene (Teil 2)

Wie will ich leben und wohnen, wenn ich älter bin?
Paare und Singles, die sich Gedanken über das Leben und Wohnen im Alter machen, sind oft überrascht, wenn sie von den vielen verschiedenen Wohnmodellen erfahren, die in ihrer Stadt oder in ihrer Nachbarschaft bereits existieren. Besonders die neue Altersgeneration interessiert sich für innovative Wohnkonzepte (Tiny Houses), für neue Gemeinschaftsformen (Co-Housinf) und nachhaltiges Bauen. Viele der so genannten Babyboomer bringen Erfahrungen aus Wohngemeinschaften mit,  haben häufige Wohnungswechsel hinter sich, lange im Ausland gewohnt und/oder waren an Hausbesetzungen beteiligt. Damit sich die Teilnehmenden ein Bild von bereits bewährten, von neu entstehenden und geplanten Wohnformen machen können, bietet die Wohnschule Exkursionen zu ausgewählten Projekten in Düsseldorf und Umgebung an und stellt deren Initiator*innen und  Mitstreitende vor. Diese berichten über ihre Erfahrungen und beantworten Fragen zum Entwicklungs- und Entscheidungsprozess, zur Finanzierung ihres Wohnmodells oder Wohnprojektes und zu Zukunftsplanungen.

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eMail: info@wq4.de